Hydrotherapie & Rehabilitation
Zertifiziertes Physiotherapiezentrum. Nach Operationen und bei chronischen Erkrankungen.
Über dieses Fachgebiet
Ein Unterwasserlaufband gibt der Rehabilitation etwas, das sich an Land nicht ersetzen lässt. Das Wasser trägt den Körper, sodass eine Gliedmaße früher belastet werden kann, als es am Boden möglich wäre, und setzt zugleich jedem Schritt Widerstand entgegen, sodass der Muskel auch dann arbeitet, wenn das Gelenk noch geschont wird. Wasserstand und Bandgeschwindigkeit stellen wir für jeden Patienten individuell ein, sodass sich die Belastung genau dosieren und nur in dem Tempo steigern lässt, das er bewältigt.
Am häufigsten führen wir so Patienten nach Operationen und Verletzungen zurück in die Bewegung: nach Eingriffen am Knie, nach Arthroskopie von Schulter oder Ellbogen, nach komplizierten Frakturen und nach Resektion des Oberschenkelkopfes. Ebenso hilft es nach neurologischen Eingriffen, etwa nach einer Bandscheibenoperation, beim Cauda-equina-Syndrom, bei Parese oder Rückenmarksinfarkt, wo es vor allem um die Wiederherstellung von Koordination und Kontrolle über die Gliedmaßen geht. Wenn es der Zustand des Patienten erlaubt, legen wir die ersten Besuche gern noch vor die geplante Operation: Der Hund lernt Wasser und Laufband in Ruhe kennen, und nach dem Eingriff ist die Rehabilitation für ihn keine neue Situation mehr.
Die zweite große Gruppe sind Langzeitzustände, bei denen es nicht um Heilung geht, sondern darum, dass der Patient so lange wie möglich beweglich bleibt. Bei Arthrose und Hüft- oder Ellbogendysplasie erhält regelmäßiges Training im Wasser den Bewegungsumfang, lindert Steifheit und Schmerzen bei der alltäglichen Bewegung und hilft, das Gelenk länger funktionsfähig zu halten. Bei fortschreitenden neurologischen Erkrankungen kann es die Motorik länger erhalten.
Es muss dabei nicht immer um eine Krankheit gehen. Das Gehen gegen den Widerstand des Wassers baut Kraft und Ausdauer auf, ohne die Stöße, die das Laufen auf hartem Untergrund mit sich bringt. Deshalb setzen wir es auch bei Hunden ein, die Sport treiben, arbeiten oder sich auf eine Ausstellung vorbereiten — sei es beim Konditionsaufbau vor der Saison oder bei der Erholung nach einer anstrengenden Leistung. Wir ergänzen es mit Stabilitätsübungen außerhalb des Wassers, damit sich die gewonnene Kraft auch in der alltäglichen Bewegung zeigt.
Ausgeschlossen ist die Hydrotherapie allerdings zum Beispiel bei nicht verheilten Wunden, akuten Entzündungen oder bestimmten Herzerkrankungen. Der Plan wird deshalb immer von einem zertifizierten Physiotherapeuten erstellt und geleitet.
Was dazugehört
- Unterwasserlaufband
- Zertifizierte Physiotherapeuten
- Postoperative Rehabilitation
- Management chronischer Schmerzen
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Häufige Fragen
Was ist ein Unterwasserlaufband und wie funktioniert es?
Ein Unterwasserlaufband ist ein im Wasser versenktes Laufband. Das Wasser trägt den Körper des Tieres und bietet zugleich Widerstand, was einen sicheren Muskelaufbau ohne Belastung der Gelenke ermöglicht.
Für wen ist Hydrotherapie geeignet?
Für Tiere nach orthopädischen Operationen, mit neurologischen Erkrankungen, chronischen Schmerzen, Arthritis oder Übergewicht sowie nach Verletzungen. Auch älteren Tieren hilft sie, ihre Beweglichkeit zu erhalten.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das hängt von der Diagnose ab. Typisch sind 8–12 Sitzungen, 1–3-mal pro Woche. Nach einer orthopädischen Operation beginnen wir meist 10–14 Tage nach dem Eingriff. Den Plan passen wir individuell an.
Muss mein Tier schwimmen können?
Nein, ein Unterwasserlaufband ist kein Becken. Das Tier geht auf dem Band in regulierbarer Wassertiefe, der Therapeut ist ständig dabei und kontrolliert den gesamten Ablauf.
Fachspezialist

Petra Menclová
CertCAAPR
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